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Praxis: Navigationsysteme |
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Eine Website oder Multimediaanwendung
sollte für verschiedene Navigations- und Suchstrategien die entsprechenden
Werkzeuge bereit stellen. Information Architecture berücksichtigt bei der Entwicklung der Navigationssysteme
Die Entwicklung eines Navigationssystems Im ersten Schritt werden die konzeptionellen Vorgaben für die Benutzerführung formuliert.
Im zweiten Schritt werden die konkreten Anforderungen
an das Navigationssystem fixiert. In der Entwicklungsphase helfen Use
Cases
Screendesign und Programmierung Die konzeptionellen Vorgaben werden von Grafik und Screendesign umgesetzt. Unter Beachtung von Gestaltungsrichtlinien (z.B. Corporate Design des Unternehmens) entwerfen sie ein Navigationssystem, das funktional ist und vom Anwender verstanden wird. Einfache Navigationswerkzeuge wie Menüleisten, Buttons und Textlinks werden zumeist über HTML oder entsprechende Entwicklungswerkzeuge von Screendesignern realisiert. Eine effiziente Suchfunktion hingegen erfordert die Indizierung des Content nach Schlagworten, Datum o.a.. Sind Datenbanksysteme angeschlossen müssen Schnittstellen modelliert werden.
Je spezifizierter der Zugriff auf den Content durch ein Werkzeug sein soll, um so umfangreicher ist der Programmieraufwand.
Standards und Konventionen für die Navigation Die meisten Anwendungen arbeiten mit einem zentralen Navigationssystem, das den Zugriff auf alle elementaren Steuerfunktionen ermöglicht. Auf Websites kommen zumeist Navigationsleisten zum Einsatz, die am Bildschirmrand fixiert und permanent sichtbar sind. Für CD-ROM-Anwendungen sind externe Steuerungstools (Pop-Ups, Palletten u.a.) gebräuchlich, die sich nach Bedarf ein- und ausblenden lassen. Zusätzlich bzw. innerhalb der zentralen Steuerung wird oft ein globales Navigationssystem (z.B. Sitemap oder Suche) angeboten. Durch globale Werkzeuge sind alle Informationseinheiten direkt erreichbar.
Voraussetzung für funktionierende Navigationssysteme ist die Beachtung von Konventionen des Screendesign (z.B. Hyperlink-Unterstreichung, Label-Standards wie "Suche" u.a.). Neben feststehenden Menüleisten gehören Rolloverbutton, Textlinks und das vertraute "Weiter" zum Standard. Unkonventionelle Navigationssysteme sprechen bestimmte Zielgruppen an - von der 'breiten Masse' werden sie nicht verstanden.
Überblick zu verbreiteten Navigationssystemen
Interaktion gestalten - Grenzen des Interface-Design Solange der Monitor zentrales Ein- und Ausgabemedium
ist, beschränkt sich die Gestaltung
interaktiver Navigationswerkzeuge auf den Einsatz einer funktionalen Text-
und Bildsprache. In virtuellen Räumen kann nicht immer an vertraute (Vorstellungs-)Welten angeknüpft werden kann. Viele Informationen, die vermittelt werden sollen, sind von neuartiger Qualität. Mit Anglizismen und Metaphern werden die "User" an Anwendungen herangeführt, die sich in der Realität nicht mehr abbilden lassen. Die adäquate Interpretation derartiger Zeichen sind an Nationalität und Kultur gebunden. Die weltweite Kommunikation - technisch machbar - stösst hier an Grenzen. Begrenzte Funktionalität auch in technischer Hinsicht: Der Monitor als zweidimensionales Ausgabemedium zwingt mit 17-19 Zoll zur Reduktion - sowohl in Höhe und Breite als auch in der Farbpalette. Anders als Knöpfe, Tasten und Schalter an technischen Geräten ermöglichen die verbreiteten digitalen Ein- und Ausgabemedien (insb. Maus, Tastatur) kein taktiles Feedback auf Anwender-Interaktion. Eine Alternative bieten Audiosignale, um eine Aktion zu bestätigen (z.B. die Windows Eingabehilfe per Sound). Joystick, digitales Tableau, Datenhandschuh und andere externe Steuerungswerkzeuge kommen bislang nur für spezifische Anwendungen zum Einsatz. Die zunehmende Digitalisierung von Prozessen aller Lebensbereiche
erfordert neue Ein- und Ausgabemedien. Das Interface Welchen 'Raum' Navigationswerkzeuge - als verlängerter Arm des Anwenders - längerfristig einnehmen werden ist noch abzuwarten. Voraussichtlich werden die Steuerungsinstrumente mit fortschreitender technologischer Entwicklung unsichtbar.
Links: http://www.builder.com/Graphics/ NavSpotlight/?tag=st.bl.7278.dir.7392 C|Net Builder.com - Topic Center: Navigation Design, (engl.) (Linklisten zum Thema Navigation und Interface-Design) http://world.std.com/~uieweb/ User Interface Engeneering, (engl.) http://info.med.yale.edu/caim/manual/index.html Web Style Guide: Basic Design Principles for Creating Web Sites, (engl.), Patrick J. Lynch, Sarah Horton, 1997 http://www.tu-chemnitz.de/docs/yale/contents.html Deutsche Übersetzung zu "Yale Web Style Guide" Patrick J. Lynch, Sarah Horton, 1997 http://www.kommdesign.de KommDesign, Dr. T. Wirt http://www.ideenreich.com/navigation.shtml Dr. Web: Wohin mit der Navigation? http://vtopus.cs.vt.edu/~rosson/papers/paradox.pdf J.M. Carroll and M.B. Rosson: Paradox of the Active User (engl.); Chapter of: Interfacing Thought; Cognitive Aspects of Human-Computer Interaction http://www.iarchitect.com/mshame.htm Isis Information Architects: Interface Hall of Shame (engl.), "...an irreverent collection of common interface design mistakes" |
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© Korolewski, Berlin 2002 URL: www.korolewski.de/texte/ |