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Information Architecture und Storyboard für Multimedia- und Web-Produktionen |
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Ausgangslage und Standpunkt [Statement] I. Informationsarchitektur als neuartige Disziplin 'Information Architecture' hat sich im englischen Sprachraum inzwischen als eigenständige, praxisnahe Disziplin etabliert. In Deutschland findet die Auseinandersetzung mit digitalen Strukturmodellen seit einigen Jahren in den Fachbereichen Medien-, Kommunikations- und Sozialwissenschaften und Informatik statt, auch zu Mediendesign und Film gibt es Schnittstellen. Für Informationsarchitekten, Drehbuchautoren und Medien-Konzeptor werden allerdings nur wenige spezialisierte Ausbildungsgänge angeboten. Der wissenschaftliche Diskurs zu 'Information Architecture' hat in den hektischen Alltag vieler kleiner Multimedia-Agenturen und Produktionsbetriebe bislang kaum Eingang gefunden. Zeit- und Kostendruck der medieneuphorischen 90ger Jahren ließen für das Grundlagenstudium kaum Raum. Der konzeptionelle Arbeitsbereich wurde hier häufig in Personalunion durch Entwicklungsabteilung, Projektmanagement oder Redaktion realisiert. In der Praxis wird der Begriff 'Information Architecture' im deutschen Sprachraum heute oft ähnlich plakativ verwendet wie 'Usability', 'Knowledge-Management' u.a. werbewirksame Anglizismen. Es wird Zeit, sich dem zu beschäftigen, was dahinter steckt. Von einem interdisziplinären Diskurs kann die Multimediabranche nur profitieren.
II. Storyboard als neuartiges Planungsdokument Mit der Etablierung neuer Fachgebiete in Wissenschaft,
Forschung und Beruf entstehen Verfahrensregeln, Normen und allgemein gültige
Konventionen, die für die Praxis verbindlich sind.
Für das Storyboard in der Multimedia-Produktion kann noch nicht auf Standards verwiesen werden. Obwohl jede professionelle Medienagentur das Storyboard als digitales Planungsdokument zumindest in der Entwicklungsphase einsetzt, hat sich bislang kein verbindliches Format durchgesetzt. Die Bandbreite reicht vom fixierten Brainstorming auf 2 DIN A 4-Seiten Print über das Drehbuch in Form einer illustrierten Ablaufsbeschreibung bishin zur interaktiven Applikation im Hypertext-Format. Beim Storyboarding gewisse Konventionen einzuhalten,
muss keine Einschränkung kreativer, interdisziplinärer Arbeit
sein. Vielmehr schaffen sinnvolle, verbindliche Standards die notwendigen
Rahmenbedingungen für die Kommunikation. Und: Effiziente Kommunikation
ist für ein Team
Nina Korolewski
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